7. November ist Europäischer Radon-Tag
Der europäische Radon-Tag wurde ausgerufen, um die Bevölkerung über die Gesundheitsrisiken der Exposition gegenüber Radon zu sensibilisieren. Die Landesagentur für Umwelt ist Teil des nationalen SNPA-Systems (Netzwerk der italienischen Umweltagenturen) und beteiligt sich auch an Initiativen des österreichischen und deutschen Radon-Netzwerkes.
Am 7. November, dem Geburtstag von Marie Curie, einer Pionierin der Radioaktivitätsforschung, wird in ganz Europa der Europäische Radon-Tag begangen. Dieser internationale Tag dient der Sensibilisierung für Radon und Radioaktivität.
„Radon“, erklärt Luca Verdi, Direktor des Labors für Luftanalysen und Strahlenschutz der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, „ist unsichtbar und geruchslos, aber gesundheitsschädlich. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist es nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. In Südtirol gibt es Gebiete mit erhöhtem Radonrisiko; daher ist es wichtig, die Radonkonzentration zu messen und Vorbeuge- sowie Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.“
Warum ist die Radonmessung wichtig?
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Gas, das im Boden durch den radioaktiven Zerfall von Uran in Gesteinen entsteht. Es kann freigesetzt werden und sich im Boden ausbreiten. Aus dem Boden dringt das Gas durch Risse, Spalten oder offene Stellen im Fundament in Häuser ein und kann in den Wohnräumen eingeatmet werden. In geschlossenen Räumen, insbesondere in Erdgeschoss- und Tiefparterrewohnungen, kann sich Radon ansammeln und bei geringem Luftaustausch auch sehr hohe Konzentrationen erreichen.
Das Labor für Luftanalyse und Strahlenschutz der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz ist Teil des italienischen Überwachungsnetzes für radioaktive Umweltbelastung (RESORAD) und arbeitet mit ISIN (nationales Inspektorat für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz) zusammen. Die Radonmessungen der Landesagentur werden auch für die Aktualisierung der thematischen Karte der Radonkonzentrationen in italienischen Gemeinden übermittelt.
Das Labor für Luftanalysen und Strahlenschutz arbeitet auch seit Jahren mit der österreichischen Fachstelle für Radon und den Radon-Netzwerken aus Österreich und Deutschland zusammen. Diese Kooperation unterstreicht die Brückenfunktion der Agentur, insbesondere im wissenschaftlichen Bereich der natürlichen Radioaktivität, die in den letzten Jahren Gegenstand spezifischer Gesetze geworden ist.
Weitere Informationen zu Radon finden Sie auf der Webseite des Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz.
29.0/NaF