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Abfall als wertvoller Rohstoff | Workshop

In den meisten Dingen, die wir wegwerfen, stecken wertvolle Rohstoffe (© nottmcity / shutterstock)
In den meisten Dingen, die wir wegwerfen, stecken wertvolle Rohstoffe (© nottmcity / shutterstock)

Hintergrundinfo

Würden wir all den Müll, den wir weltweit in einem Jahr produzieren, in Lastwagen verladen, dann würde diese Schlange 24-mal um die Erde reichen. Unsere Abfallproduktion spiegelt unser Konsumverhalten wider und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten parallel zum Wirtschaftswachstum stetig erhöht. Wir verbrauchen mehr Ressourcen als wir haben und produzieren mehr Abfälle, als die Erde absorbieren kann. Die Herstellung von Produkten und Konsumgütern, die wir im Alltag nutzen und verbrauchen, ist oft sehr ressourcen- und energieintensiv und verursacht Emissionen. Doch nahezu alles, womit wir uns umgeben, wird früher oder später zu Abfall, der aufwendig entsorgt werden muss. 

Abfälle sind aufgrund ihrer verschiedenen Inhaltsstoffe und Schadstoffgehalte, insbesondere bei unsachgemäßem Umgang, eine Quelle der Umweltbelastung. Sie müssen gesammelt, transportiert, eventuell zwischengelagert sowie behandelt und verwertet werden – diese Phasen der Abfallwirtschaft können zu neuen Emissionen führen. Daher ist es besser, den Entsorgungsbedarf vorbeugend durch Vermeidungsstrategien und möglichst geschlossene Stoffkreisläufe zu minimieren. 

Die Kreislaufwirtschaft steht im Gegensatz zum traditionellen linearen Wirtschaftsmodell („Wegwerfwirtschaft“) und zeichnet sich dadurch aus, Produkte und Komponenten möglichst lange im Kreislauf zu halten (z. B. durch Wiederverwendung, Reparatur, Aufbereitung, Recycling) und damit ihren Lebenszyklus bedeutend zu verlängern. Der beste Abfall ist jedoch derjenige, der gar nicht erst entsteht. 

Ziel

Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wo Müll entsteht und was damit passiert. Sie verstehen den Zusammenhang zwischen Abfallvermeidung und Ressourcenschonung. Zudem werden sie für das Problem des achtlos weggeworfenen Mülls („Littering“) sensibilisiert. Sie reflektieren ihr Konsumverhalten und entwickeln Strategien zur Abfallreduzierung.

Programm

Die Schülerinnen und Schüler lernen die Geschichte des Mülls kennen, von den Anfängen der menschlichen Zivilisation bis zur modernen Abfallwirtschaft. Sie erfahren, was mit dem Müll passiert und verfolgen den Weg des Mülls von der Mülltonne bis zur Entsorgung oder Wiederverwertung. Dabei lernen sie die verschiedenen Stationen der Abfallbehandlung kennen, wie z. B. Müllverbrennungsanlagen, Deponien und Recyclingzentren. Sie erfahren, wie sie Müll vermeiden können, und diskutieren Strategien wie den Kauf von Produkten mit weniger Verpackung, die Nutzung von Mehrwegartikeln und die Vermeidung von Einwegplastik. Sie setzen sich mit dem Thema Littering auseinander und lernen die negativen Auswirkungen von achtlos weggeworfenem Müll auf die Umwelt kennen. Gemeinsam entwickeln sie Ideen, wie sie selbst dazu beitragen können, Littering zu vermeiden. Anhand von Beispielen erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie lange verschiedene Materialien brauchen, um zu verrotten. Sie lernen die Grundlagen des Recyclings kennen und setzen sich mit dem Konzept der Kreislaufwirtschaft auseinander. Durch ein interaktives Spiel üben sie die richtige Mülltrennung und lernen dabei die Bedeutung der Mülltrennung für das Recycling kennen. Den Abschluss bilden eine Besprechung des Erlebten sowie die Erarbeitung von Lösungsansätzen für einen nachhaltigeren Alltag. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren, was sie gelernt haben, und entwickeln gemeinsam Strategien, wie sie das Gelernte in ihrem täglichen Leben umsetzen können.

Zielgruppe

2. – 3. Klassen der Grundschulen, 1. Klasse der Mittelschulen

Voraussetzungen

  • PC oder Laptop, Beamer oder digitale Tafel
  • Naturkunderaum oder großes Klassenzimmer mit Waschbecken und verstellbaren Tischen für den Aufbau der verschiedenen Stationen
  • Bei 2. Klassen wird die Begleitung durch eine zweite Lehrperson empfohlen, um die Betreuung der Arbeitsaufträge zu unterstützen.

Sprache

Deutsch, Italienisch

Termin

Der Termin wird individuell vereinbart.

Dauer

3 Schulstunden

Zeitraum

November bis Juni

Anmeldung

Anmeldung und Teilnahmebedingungen

Links zum Thema

Auswertung Abfallmengen Südtirol (Amt für Abfallwirtschaft - Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz)