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Wasserleben | Workshop

Schülerinnen und Schüler auf Entdeckung benthischer Kleinlebewesen (© Carmen Eisendle Illustration Surface Design)
Schülerinnen und Schüler auf Entdeckung benthischer Kleinlebewesen (© Carmen Eisendle Illustration Surface Design)

Hintergrundinfo

Bäche und Flüsse sind vielfältige und faszinierende Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Sauberes Wasser und ökologisch intakte Gewässer sind lebensnotwendig. Die Gewässerqualität, die nicht mit der Wasserqualität zu verwechseln ist, kann von Gewässer zu Gewässer stark variieren und sich sogar innerhalb desselben Flusses auf dem Weg von der Quelle bis zur Mündung ändern. Die Gewässergüte hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der Gewässerverschmutzung, die durch Abwässer sowie Einträge von Schadstoffen, wie durch landwirtschaftliche Düngung, verursacht wird. Auch die Gestalt (Morphologie) des Bachbetts sowie die Wasserführung – die natürlichen Schwankungen oder Beeinflussungen durch Schwallbetrieb unterliegt – spielen eine Rolle.

Die Tatsache, dass diverse Pflanzen und Tiere nur unter bestimmten Bedingungen vorkommen und unterschiedlich auf die Umweltbedingungen reagieren, macht man sich bei der Bestimmung der Gewässerqualität zunutze. Anhand der Anzahl und der Zusammensetzung der in einem Gewässerabschnitt gefundenen Organismen kann man auf den „Gesundheitszustand“ dieses Abschnitts schließen. Diese Bioindikatoren dienen als Zeigerorganismen und geben Aufschluss darüber, bei welchem Belastungsgrad die Organismen nicht mehr existieren können.

Ziel

Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für intakte Gewässerlebensräume zu schärfen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Vielfalt des aquatischen Lebensraums kennen und verstehen, wie wir Menschen diesen entscheidend prägen.

Programm

An einem geeigneten Bachabschnitt erforschen die Schülerinnen und Schüler die Artenvielfalt, die im und am Gewässer lebt. Sie nehmen die Nutzung und Eingriffe durch den Menschen wahr und untersuchen den Zustand sowie die Veränderungen des Baches. Unter fachkundiger Anleitung werden Kleinlebewesen (Makrozoobenthos) mit Keschern oder Sieben entnommen, in Becherlupen beobachtet und nach bestimmten Merkmalen den verschiedenen Tiergruppen zugeordnet. Zusätzlich können Kieselalgen unter dem Mikroskop untersucht und ökotoxikologische Tests von Wasserproben durchgeführt werden. Diese Untersuchungsmethoden werden, wenn auch in einem höheren Detaillierungsgrad, tatsächlich auch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern angewandt.

Zielgruppe

4. Klassen der Grundschulen, 2. Klassen der Mittelschulen, 1. – 5. Klassen der Ober-, Berufs- und Fachschulen

Voraussetzungen

  • Die Klasse muss von mindestens zwei Lehrpersonen begleitet werden.
  • Die Schülerinnen und Schüler sollten Regenstiefel oder zumindest wasserfeste Bergschuhe tragen.
  • Es wird empfohlen, Wechselkleidung mitzubringen.

Sprache

Deutsch, Italienisch

Termin

Der Termin wird individuell vereinbart.

Dauer

3 Schulstunden

Zeitraum

März bis Juni

Anmeldung

Anmeldung und Teilnahmebedingungen

Die eingehenden Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs und nach den Einzugsgebieten der Schulen bis zur maximalen Teilnehmeranzahl berücksichtigt. Um jedoch möglichst vielen Schulen die Teilnahme am Projekt zu ermöglichen, behalten wir uns vor, die Anzahl der teilnehmenden Klassen pro Schule zu beschränken. 

Links zum Thema

Biologische Untersuchung von Fließgewässern (Biologisches Labor - Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz)