Projekt „CORE“: Sechstes Treffen mit lokalen Stakeholdern
Den lokalen Stakeholdern wurde die im November startende Pilotmaßnahme vorgestellt, welche im Rahmen des europäischen Projekts „CORE“ finanziert wird und die Einführung einer lokalen Behandlung von Gärresten durch Co-Kompostierung vorsieht.
Am Freitag, den 17. Oktober, fand in Bozen das sechste Treffen mit lokalen Stakeholdern im Rahmen des europäischen Projekts „CORE“ (Composting in Rural Environments – Kompostierung in ländlichen Gebieten) statt. Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg Europe finanziert und konzentriert sich auf den Austausch bewährter Verfahren im Bereich der Behandlung der organischen Abfallfraktion. Ziel des Treffens war es, die im November beginnende experimentelle Pilotmaßnahme vorzustellen, die darauf abzielt, die lokale Behandlung von Gärresten durch Co-Kompostierung einzuführen.
In Südtirol werden rund 60% der organischen Abfälle, wie Lebensmittelreste, durch anaerobe Vergärung behandelt. Am Ende dieses Prozesses entsteht ein halbfester Reststoff, der sogenannte Gärrest, der derzeit außerhalb der Provinz entsorgt wird – mit hohen Transportkosten und zusätzlichen Emissionen.
„Eine nachhaltigere Alternative wird ab November dieses Jahres im Rahmen einer Pilotmaßnahme getestet, die durch das Interreg-Europe-Projekt ‚CORE‘ finanziert wird“, erklärt Giulio Angelucci, Direktor des Amts für Abfallwirtschaft der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz. Für diese experimentelle Maßnahme, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll, hat das Programm Interreg Europe dem Land Südtirol eine zusätzliche Förderung von 130.000 Euro gewährt.
Sechstes transnationales Treffen in Söderhamn, Schweden
„Die Pilotmaßnahme wurde auch den Projektpartnern während des sechsten transnationalen Treffens vorgestellt, das vom 9. bis 11. September 2025 in Söderhamn (Schweden) stattfand“, berichtet Elisa Poznanski, Referentin für das Projekt „CORE“ in der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz.
„Während des Treffens in Schweden tauschten die Projektpartner weitere bewährte Verfahren zur Verbesserung der Qualität organischer Abfälle aus und präsentierten die bisher erzielten Ergebnisse. Zudem wurden das Recyclingzentrum Söderhamn Nära und die Kompostierungsanlage in Långtå besucht, wo Grünabfälle kompostiert werden, sowie die Biogasanlage Ekogas in Gävle und der landwirtschaftliche Betrieb Mida Farm, auf dessen Feldern der Gärrest als Dünger ausgebracht wird.“
Interreg-Europe-Projekt „CORE“
Acht Länder – Spanien, Deutschland, Belgien, Schweden, Ungarn, Polen, Griechenland und Italien (vertreten durch Appa Bozen) – sind am Interreg-Europe-Projekt „CORE“ beteiligt.
Weitere Informationen sind auf dem Umweltportal des Landes Südtirol verfügbar.
(29.0/NaF)